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Was heißt bitte schön für den
Herrn  Staatsanwalt Stahl
„Schuldangemessen“ ?

Es ist doch schon schlimm dass jemand stets und ständig das Leben anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet. Allein das in Kaufnehmen andere zu gefährden heißt für mich schon vorsätzlich, denn in dem Moment wo ich die Fahrerlaubnis bekomme, weiß ich das es Regeln gibt an die ich mich zu halten habe. Dieser Meik K. hat diese jedoch ständig missachtet (Punkte in Flensburg, Bußgelder und Auflagen vom Gericht) und dies alles in der Probezeit. Diese wurde auf Grund von Missachtungen der Verkehrsregeln ja auch verlängert. Aber wen stört’s ! ! ! Dem Täter nicht, dem Staat anscheinend auch nicht ! ! !

Was ist aber mit den Menschen die unschuldig ihr Leben lassen müssen? Was ist mit den Hinterbliebenen die das Ganze nie begreifen werden. Die Frage nach dem Warum ?

Wieso „einheitliche Rechtsprechung“, was soll der Quatsch. Es geht um die Schwere der Schuld von dem jeweiligen Straftatbestand, so wurde es uns beigebracht. Was stimmt denn nun??? Wozu brauchen wir drei Gerichte (AG, OLG, BGH)??? Wenn es um eine einheitliche Rechtsprechung geht, steht doch eigentlich im Vorfeld schon fest wer was zu bekommen hat. Das sind dann weggeschmissene Steuer-gelder wenn jeder Täter eine eigene Verhandlung bekommt. Für uns als Familie ist die Begründung ein Hohn, ein Schlag ins Gesicht, aber was solls, es geht um die einheitliche Rechtsprechung!!!  Gesetze benötigen wir doch dann auch nicht wirklich, es hält sich doch keiner drann!!!

Vergleich zur Insel Rügen: Es ist doch traurig das der Todesraser von Rügen nur 3 Jahre und 3 Monate bekommen hat. Alkohol und Drogen kommen zusätzlich ins Spiel und 5 Jahre hätten gegeben werden können. Warum wurden diese nicht gegeben? Weil der Täter Alkohol und Drogen genommen hat! Eigentlich kann man nur verzweifeln bei so viel Ungerechtigkeit. Aber von Selbstjustiz sollte man ja absehen, dafür gibt’s ja Gerichte die über Schuld oder nicht Schuld urteilen. Bloß da es ja um einheitliche Rechtsprechung geht, ist es doch egal wenn ich bewusst andere gefährde, wenn ich besoffen ins Auto steige, wenn ich Drogen nehme usw.! Pech für die anderen, denn „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gewesen. Die anderen können doch aufpassen wenn solche Irren ankommen. Was gehen oder fahren wir normalen Bürger auch auf die Strasse. Vielleicht sollten wir, die sich an den Regeln halten, die den Staat nicht schaden, besser aufpassen. Warum erziehe ich meine Kinder zu pflichtbewussten Menschen? Der Saat braucht diese nicht.

Und was möchte mir der Staatsanwalt sagen außer dass die Unfallstatistik auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren ist. Ist Meik K, aus diesem Grunde nicht so hart zu bestrafen? Jede Zahl in dieser Statistik ist ein toter Zuviel. Und mein Sebastian ist mit dabei. Das tut weh, verdammt weh. Es ist so schwer weiter zu leben ohne sein Kind, mein Kind. Mein Sohn Basti hätte nicht von mir gehen sollen. Eltern sollen Ihr Kind nicht täglich auf dem Friedhof besuchen. Staatsanwalt Stahl spricht von „Abschreckung“, auch das ist ein Hohn uns gegenüber. Welcher Täter schreckt es ab, wenn er zum X-ten male zu einer Geldstrafe verurteilt wird,wen schreckt es ab wenn die Probezeit verlängert wird, und und und! Niemanden, jedoch mit jeder Geldstrafe verdient der Staat.

Was mich aber wirklich wütend macht, ist die Aussage des Staatsanwaltes das es sich um Meik K. um einen jungen haftempfindlichen Erwachsenen handelt. Was war mein Sohn? Ein Verbrecher oder was? Er verdient es nicht zu leben weil der Unfallverursacher mit 115km/h durch eine geschlossene Ortschaft raste. Mein Sebastian wäre wartepflichtig gewesen sagt er. Wäre Meik K. mit 50km/h gefahren, so wie es das Gesetz sagt, wäre er 23 Meter vor meinem Sebastian zum stehen gekommen. Wäre Meik K. mit den erlaubten 50km/h gefahren, hätte er wahrscheinlich noch nicht einmal bremsen müssen!!!

Meik K. ist 20, er weiß wie man sich zu verhalten hat, er weiß auch dass man in den Knast muss wenn man ständig gegen Regeln verstößt. Und wenn er dieses nicht möchte dann muß er sich gefälligst so benehmen das er keinen anderen Schaden zufügt. Er kann doch auch mit 115km/h durch Anklam rasen.

Und der Unfallverursacher hat eine Chance nach 4 Jahren sein Leben weiter zu leben. Welche hat denn Basti gehabt? KEINE, keine einzige, das macht mich fertig. Es macht mich mittlerweile auch wütend wie lange unsere Gerichte für ein Urteil brauchen. Es dauert und dauert. Es ist eine Zumutung für die Angehörigen. Die Fakten sind doch gegeben. Es wird keine neuen Fakten geben. Was dauert also daran so lange?
Und während mein Basti nicht mehr da ist, tot ist, kann der der meinen Sohn getötet hat weiter seine Partys feiern und weiter Regeln und Gesetze brechen und tun und lassen was er möchte.

Aber wer ständig die Regeln ignoriert, diese nicht beachtet, was ist er dann? Natürlich kein Wiederholungstäter, sagt der Staatsanwalt. Bin ich denn im falschen Film, oder stehe ich mit meiner Meinung so alleine da? Aufgrund der Vorgeschichte von Meik K., wie es doch ersichtlich ist, war es doch nur eine Frage der Zeit bis ein unschuldiger Mensch sein Leben lassen musste. Es passiert von Seiten der Gerichte ja doch nichts. Bewährungs- oder Geldstrafe. Jedes Kapitalverbrechen wird höher bestraft. Und versucht ein Richter wenigstens annähernd ein faires Urteil zu fällen, bekommt ein Staatsanwalt Mitleid mit dem Täter, wer aber hat Mitleid mit dem Opfer, Mitleid mit meinem Sebastian?

Okay, ich muss aufhören. Es gibt Tage an denen ich Gott im Himmel danke das ich Meik K. nicht auf der Strasse sehe. Ich weiß nicht wie ich reagiere oder ob ich mich immer unter Kontrolle habe, denn es tut verdammt weh Basti NIE WIEDER in die Arme nehmen zu können, es tut verdammt weh.

Sybille Finck