.... und dann kam der 19.03.2006

Es war in dem Jahr nach einem langen, kalten Winter der erste warme Sonntag. Christian war noch am Vortag mit meinem Auto, einem Peugeot 306, zu seinem Vater nach Offenburg gefahren. Auf dem Rückweg am Sonntag passierte dann das Unglück, das mein Leben zerstörte: Am 19.3.2006 erfuhr ich von der Polizei, dass mein Peugeot 306 auf der Autobahn bei Baden-Baden in einen schweren Unfall verwickelt war. Christian war mit meinem Auto auf dem Weg nach Hause (Wachenheim/Weinstraße) von einem Besuch bei seinem Vater in Offenburg.

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Christian fuhr auf der A5 auf der mittleren Spur von drei Spuren. Da es ein sonniger Sonntag war, waren viele Autos unterwegs. Es hatte sich durch einen vorangegangenen Unfall ein stockender Verkehr aufgebaut. Man fuhr noch ca. 50 km/h. Christian fuhr korrekt. Von hinten kamen weitere Autos, auch der Unfallverursacher Florian V. aus Neuenburg, der mit seiner Freundin auf dem Weg war nach Frankfurt/Main zu einem Konzert von Xavier Naidoo. Da er auf der linken Spur nochmals beschleunigte von ca. 150 km/h auf eine noch höhere Geschwindigkeit, nachdem die Autobahn von 2-spurig auf 3-spurig wurde, raste er also „ohne Rücksicht auf Verluste“ in dem relativ dichten „Schönwettersonntagsverkehr“ auf dieser dort ganz geraden Autobahn, auf der man fast bis zum Horizont schauen kann (ganz gerade Autobahn) und auch der Verkehrsfunk zeigen, dass der Stau nicht „plötzlich“ da war:

Der auf der linken Spur rasende Florian V. konnte nicht mehr abbremsen und wollte dann durch die auf der linken und auf der mittleren Spur fahrenden Autos „hindurch- fahren“. Dabei fuhr er sowohl gegen das linke Auto als


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Zum Glück waren keine weiteren Personen im Auto – sie wären alle tot! Eigentlich wollten meine beiden Söhne zu ihrem Vater fahren und die jeweiligen Freundinnen mitnehmen. Da mein Sohn Carsten aber kein „Lust“ hatte und die Freundin von Christian auf ein Reitturnier gegangen ist, fuhr Christian alleine. Man muss bedenken, dass der Fahrer Florian V. nach eigenen Angaben nur ca. 10.000 km Fahrpraxis hatte. Sein Audi A3 war „überdimensioniert“ für einen so jungen Fahrer mit seinen 150 PS und eine max. Geschwindigkeit von über 210 km/h.

  • Wo hat dieser junge Mann seine Aufmerksamkeit gehabt?
  • Wen wollte er beeindrucken mit dieser sinnlosen Raserei?
  • Was ist mit seinem Verstand und seine Selbsteinschätzung?
  • Warum geben Eltern einem Fahranfänger ein solches Auto „in die Hand“?
Von der Polizei erfuhr ich, dass Christian mit dem Rettungshubschrauber in das Stuttgarter Klinikum gebracht worden war. Ein Arzt teilte mit, er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und werde gerade operiert, er sei in Lebensgefahr. Wir fuhren sofort nach Stuttgart, erfuhren dort, dass er bereits an der Unfallstelle ins Koma gefallen sei.

So haben wir meinen Sohn Christian im Krankenhaus das erste Mal gesehen – er war seit dem Unfall im Koma und lag auf der Intensivstation , beatmet, nach vierstündiger Operation die linke Kopfschale entfernt, ohne jede Reaktion.

Christian hat neun Tage so gelegen. Die linke Hirnhälfte ist mangels Durchblutung abgestorben, dann die rechte, dann der Hirnstamm. Sein Gehirn war kaputt. Das Herumschütteln im Auto hat es „kaputtgeschlagen“ innerhalb der Kopfschale.

Zusammen mit meinem Ex-Mann haben wir verfügt, dass, nachdem beide Hirnhälften abgestorben waren und auch der Hirnstamm nicht mehr durchblutet war, sterben darf und haben die juristisch machbaren Schritte einleiten lassen. Am 28.3.2006 um 23:34 Uhr ist er gestorben.

Am 3.4.2006 wurde unser Sohn Christian beerdigt.

auch gegen das Auto von Christian. Er erfasste das Auto meines Sohnes hinten links, wirbelte ihn gegen den Uhrzeigersinn herum und nach oben. Das Auto wurde gegen ein weiteres Auto geschleudert und bekam nun einen Dreh genau im Uhrzeigersinn. Das Auto fing Feuer. Es war insgesamt 54 Meter weit geschleudert worden. Das Gutachten über die vermutliche Geschwindigkeit des Florian und seine Geschwindigkeit beim Aufprall stellen wir später auf die Homepage, wenn es auch dem Gericht bekannt ist. Das Video der Unfallstelle auf der A5 auf Höhe Baden Baden, wobei man sehen kann, dass die Autobahn über mehrere Kilometer schnurgerade verläuft und diese bis zum Horizont einzusehen ist. (Video ohne Ton)