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Ich will zu meinem toten Jungen!
Vater wollte nicht mehr leben, nachdem sein Sohn totgerast wurde

Das ist die Geschichte einer zerstörten Familie: ein Kind tot, der Vater am Leid zerbrochen, die Mutter in tiefer Trauer. Weil ein Autofahrer eine Sekunde nicht aufgepasst hat. Und vielleicht auch, weil eine Richterin den Todesfahrer so mild bestrafte.


Hardy Stümann


Tom Stümann

16. Juni 2005: Tom (18) kam von der Berufsschule, fuhr in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) mit seinem Motorrad zu seiner Freundin. Ein Autofahrer (damals 56) nahm ihm die Vorfahrt. Tom flog von seinem Motorrad, knallte gegen einen Opel, brach sich das Genick.

Bei Toms Mutter Heike S. (39) klingelte das Telefon, eine fremde Stimme sagte: „Hier ist ein Unfall passiert. Oh Gott, jetzt decken sie ihn mit einem weißen Tuch zu.“

Sechs Monate später verkündete eine Richterin das Urteil gegen den Autofahrer: 1050 Euro Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung, kein Fahrverbot.

Begründung: Reinhard K., ein arbeitsloser Maurer, fahre seit 21 Jahren unfallfrei, sei mit 56 Jahren auch schon im fortgeschrittenen Alter.

Toms Vater, Hardy (41), Schweißer und Polier im Tiefbau, verlor an diesem Tag endgültig seinen Lebensmut. Seine Frau Heike erzählt: „Hardy war seit dem Tod unseres Sohnes völlig verändert. Er konnte weder lachen noch einen klaren Gedanken fassen. Er musste danach öfter in die Klinik, wurde psychologisch behandelt. Hardy war sehr feinfühlig.“

Der kräftige Mann aß fast nichts mehr, saß oft stundenlang da. Ärzte schrieben ihn krank. Frührente! Am Mittwoch vergangener Woche kam er wieder aus der Klinik nach Hause. Drei Tage später fand Heike S. ihren Mann tot in der Wohnung. Er hatte sich an der Treppe erhängt. Auf dem Küchentisch lag ein Zettel. „Ich liebe euch über alles, aber ich werde mit dem Leben nicht mehr fertig. Ich will nur noch zu meinem Tom.“

Am 16. Dezember 2006, genau ein Jahr nach dem Urteil gegen den Totraser, wird Hardy S. beerdigt. Neben seinem Sohn.